

Die ländlichen Bordel-
le, meist kleine aus
Brettern zusammen
geschusterte Bars am
Dorfrand, sind in ihrer
Kargheit kaum noch
zu übertreffen. Oft gibt
es nur ein (nie bezo-
genes) Bett, das ledig-
lich durch einen Vor-
hang vom offiziellen
Barbereich abgetrennt
ist. Andere Bordelle
haben winzige Neben-
räume ohne Bad oder
fließendem Wasser,
was bereits eine Vor-
stellung von Hygiene
und Reinlichkeit der
drei oder vier meist ge-
wichtigen Damen ver-
mittelt, die sich in die-
sen Häusern anbieten.
Tabus
kennen die
Mädchen weder auf
dem Land noch in den
Städten, und da sie
fast immer auch ohne
jeglichen Schutz (Kon-
dome) arbeiten, soll-
ten liebeshungrige
Ausländer mit der ge-
botenen Vorsicht de-
ren Dienste würdigen.
An
dieser Stelle soll-
te die Bemerkung ge-
stattet sein, dass
auch das orale Spiel
der Liebesdienerinnen -
im Gegensatz zur vor-
herrschend irrtümli-
chen Meinung vieler
Männer von Anstek-
kungsgefahren beglei-
tet sein kann. Touris-
ten, die glauben, sich
Sex kaufen zu müs-
sen, sollten daher von
sich aus daran den-
ken, die Mädchen,
sich selbst und mögli-
che Partnerinnen vor
Krankheitsgefahren zu
schützen. Auch in Pa-
raguay gibt es AIDS -
hier SIDA genannt...
Offiziell ist hier nix los...
Ein Nachtleben existiert selbst in der Landeshaupt-
stadt praktisch nicht. Die meisten der einst einschlä-
gigen Nightclubs haben ihre Pforten geschlossen und
nur hie und da taucht vorübergehend mal was Neues
auf. Sogar im "verruchten" Ciudad del Este (Grenz-
stadt nach Braslien) tun sich Touristen ohne Führer
schwer, ein Nachtleben zu entdecken.
Abhilfe
schaffen da in der
Regel Hotel-Portiers und
Taxifahrer, die sich auskennen und ihre Gäste auch
gerne weiterempfehlen (und mitkassieren). In Asun-
ción hat sich das Gewerbe der nächtlichen Freuden-
damen auf Pubs und Diskotheken verlagert, wo man