
Deutschland:
Frust und keine Zukunft...
Erik
kommt eigentlich
aus der Werbung. Das lief auch alles recht ordentlich, aber die sich alljährlich
aufplus-
ternden Lebenshaltungskosten, Mieten, Steuerschrau-ben und alle möglichen
Pflichtversicherungen machten
ihn zunehmend nachdenklicher.
"Irgendwann k
am dann der
Punkt, da überlegte ich mir, ob es nicht sinnvoller wäre, irgendwo
anders in der Welt
neu durchzustarten", erinnert sich Erik. "Und so began-
nen wir im Internet nach einem Land Ausschau zu hal-
ten, in dem man mit einem Bruchteil der deutschen Le-
benshaltungskosten gut leben kann..."
Erik
und Miriam entschieden sich
nach einigem Hin und
Her für Paraguay, wo Erik im Herbst 2004 ein von der AHK-Paraguay veranstaltetes
Seminar für Paraguay-Einwanderer besucht hatte. Pläne wurden
dann 2005
geschmiedet, die kleine Agentur übernahm sein früherer
Partner in Deutschland und im Januar 2006 wagten er
und Miriam dann den Sprung in ihr neues Leben.
Paraguay:
Die eigentliche Berufung...
Werbung
ist für Erik erst
mal out. Seiner eigentlichen Berufung als Heilpraktiker
konnte er in Deutsch-
land weder aus Zeitgründen, noch aus finanziellen Gründen nachgehen.
Der 'lange Atem', den man
dort für die ersten Jahre benötigt (Kapitalrücklagen), hatte
er nicht doch hier, in Paraguay ging's ra-
sant nach oben: Die kranke Nachbarin aus dem Supermarkt schwörte sowas
auf seine 'Magischen
Hände', dass es an Zipperlein-Klienten schon nach wenigen Wochen nicht
mangelte. Dazu kamen
rasch auch ein paar 'sehr schwere Fälle' den Rest kennt man aus
Paraguay: Die Mund-zu-Mund
Propaganda ist enorm...
Erik: "Es ist einfach toll, wenn man seiner eigentlichen Berufung, kranken
Menschen zu helfen, nach-
kommen kann! Nun kommt neben meiner Begabung auch meine Ausbildung zum Tragen!
Das baut nach dem Frust in der alten Heimat enorm auf!"
Das klingt recht bescheiden, denn sein neues para-
guayisches Klientel schwört auf ihn: Erfolge bei al-
len Schmerzbehandlungen, verblüffende Erfolge
(bis zur völligen Heilung!) bei Neurodermitis, Rheu-
maerkrankungen, Glieder- und Narbenschmerzen
u.v.m. Inzwischen kommen so viele Patienten zu
ihm, dass frühe Voranmeldungen notwendig wur-
den. Fernheilungen muss Erik nun auf den Abend
verlegen...
Ein guter und rascher Einstieg in Paraguay. Man
sieht: es geht auch ohne Glimmer mit einem klei-
nen Miethaus in der Startphase. Notwendig sind
dazu fast immer entweder genügend Kapital oder
eben wie bei Erik fachliche Kompetenz und ein
Job, der gefragt ist. Das gilt übrigens nicht nur für
Paraguay, sondern für jedes Einwanderungsland
der Erde.
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